Massendurchfluss-Leckprüfung (Mass Flow Leak Test)
Was ist eine Massendurchfluss-Leckprüfung?
Die Massendurchfluss-Leckprüfung (Mass Flow) ist eine direkte Methode zur Messung von Leckagen. Im Gegensatz zur Druckabfallprüfung, bei der eine Druckänderung über die Zeit gemessen wird, misst ein Massendurchfluss-Sensor direkt die Menge der Luft, die in ein undichtes Teil nachströmt, um den Prüfdruck konstant zu halten. Diese Methode ist besonders vorteilhaft für die Prüfung von großen Volumina, da die Messzeit unabhängig von der Größe des Prüfteils sehr kurz gehalten werden kann.
Wie wird eine Massendurchfluss-Leckprüfung durchgeführt?
Der Prüfzyklus nutzt einen thermischen Massendurchfluss-Sensor oder ein ähnliches Messelement und läuft wie folgt ab:
- Füllen (Fill): Das Prüfteil wird schnell bis zum gewünschten Prüfdruck aufgepumpt.
- Stabilisieren (Stabilize): Das System wartet eine kurze Zeit, bis sich der Druck im Inneren des Bauteils gesetzt hat und thermische Effekte (Erwärmung durch Kompression) abgeklungen sind.
- Prüfen/Messen (Measure): Während dieser Phase bleibt die Zuleitung zum Prüfteil offen. Wenn das Teil ein Leck aufweist, entweicht Luft. Um den Druck im Teil konstant zu halten, strömt Luft aus dem System nach. Diese nachströmende Luft passiert den Massendurchfluss-Sensor, der die exakte Menge (z. B. in sccm – Standardkubikzentimeter pro Minute) erfasst.
- Ergebnis: Da der Sensor den Durchfluss direkt misst, wird das Ergebnis sofort in einer Volumenstromeinheit angezeigt. Liegt dieser Wert über dem zulässigen Grenzwert, wird das Teil als "Ausschuss" (Fail) markiert.
- Entlüften (Vent): Der restliche Prüfdruck wird aus dem System abgelassen.
