Laminardurchfluss-Leckprüfung (Laminar Flow Leak Test)

Was ist eine Laminardurchfluss-Leckprüfung?

Die Laminardurchfluss-Prüfung ist eine Methode zur Messung des Luftstroms durch ein Testobjekt. Dabei wird der Druckabfall über ein zertifiziertes Laminar-Flow-Element (LFE) gemessen. Da das LFE einen bekannten Widerstand aufweist, ist der Druckunterschied zwischen seinem Ein- und Ausgang direkt proportional zur Durchflussrate. Diese Methode ist besonders präzise für Anwendungen mit geringen Durchflussraten und wird häufig zur Kalibrierung oder zur Prüfung von Bauteilen mit engen Kapillaren verwendet.

Wie wird eine Laminardurchfluss-Leckprüfung durchgeführt?

Der Prüfzyklus nutzt ein physikalisches Prinzip, bei dem turbulente Luftbewegungen eliminiert werden, um eine "geschichtete" (laminare) Strömung zu erzeugen. Der Ablauf ist wie folgt:

  1. Druckbeaufschlagung: Das System leitet Luft mit einem konstanten Druck durch das Laminar-Flow-Element in das Prüfobjekt.
  2. Stabilisierung: Es wird gewartet, bis sich ein konstanter Luftstrom eingestellt hat. Ein Differenzdrucksensor misst dabei permanent den Druckabfall über dem LFE.
  3. Messung: Da der Luftstrom im LFE laminar ist, besteht eine lineare Beziehung zwischen dem gemessenen Druckunterschied und dem tatsächlichen Volumenstrom. Das Prüfgerät berechnet daraus in Echtzeit die Durchflussrate (z. B. in sccm oder l/min).
  4. Bewertung: Liegt der gemessene Durchfluss innerhalb der vorgegebenen Toleranzgrenzen, wird das Teil als "bestanden" (Pass) gewertet.
  5. Entlüftung: Nach Abschluss der Messung wird der Druck aus dem System abgelassen.
Laminar Flow Test Pneumatic Diagram