Öffnungsdruckprüfung (Crack Leak Test)
Was ist eine Öffnungsdruckprüfung?
Eine Öffnungsdruckprüfung (Crack Leak Test) dient dazu, den präzisen Druck zu messen, bei dem ein Produkt – wie zum Beispiel ein Rückschlagventil – öffnet und Luft durchströmen lässt. Diese Methode wird bei Bauteilen angewendet, die nicht schnell genug öffnen, um einen plötzlichen Druckabfall auf der Eingangsseite (Upstream) zu verursachen. Falls ein Bauteil extrem langsam öffnet, ist ein optionaler nachgeschalteter Sensor erforderlich, um den Durchfluss zu erfassen.

Wie wird eine Öffnungsdruckprüfung durchgeführt?
Für diesen Test verwendet das Prüfgerät zwei Sensoren. Der Standard-Messwertaufnehmer misst den Druckanstieg auf der Eingangsseite des Prüfteils. Der zweite Sensor befindet sich auf der Ausgangsseite (Downstream). Das „Öffnungsereignis“ (Crack Event) wird als Änderung des Drucks oder des Durchflusses auf dieser Ausgangsseite definiert.
Während des Tests werden beide Sensoren gleichzeitig überwacht. Damit das Teil als „gut“ (Pass) bewertet wird, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:
- Der erreichte Spitzendruck auf der Eingangsseite muss innerhalb des festgelegten Min/Max-Fensters liegen.
- Der Druck oder Durchfluss auf der Ausgangsseite muss den definierten Schwellenwert für das Ereignis überschreiten.
Sobald der Sensor auf der Ausgangsseite den Anstieg registriert, wird der aktuelle Druck auf der Eingangsseite als Öffnungsdruck festgehalten.

